Traumasensible Trauerbegleitung
Wofür ist das gut? Was kann konkret, nicht-therapeutisch, getan werden?
Durch Trauer funktionieren häufig alte Mechanismen nicht mehr, die bisher unverarbeitete Traumata in aushaltbare Bahnen gelenkt haben. Trauer kann das Fass des Aushaltbaren zum Überlaufen bringen.
So stehen Trauernde nun vor der Herausforderung, sich auch mit alten, vergessen geglaubten Traumata und/oder deren Auswirkungen konfrontiert zu sehen und nicht zu wissen, was mit ihnen geschieht. Das was Betroffene bisher gehalten, kompensiert oder irgendwie ausgehalten haben, ist für sie nun nicht mehr ausreichend regulierbar.
Wir wissen nie, welche Erfahrungen ein Mensch in seiner Biographie mit sich trägt. So kann eine traumasensible Haltung jede Begegnung und jede Begleitung bereichern – unabhängig davon, ob ein Trauma bekannt ist.
Es geht in diesem Seminar daher auch darum, eine traumasensible Haltung entwickeln zu können. Wir schauen uns gemeinsam an, was nicht-therapeutisch in der Beratung und Begleitung getan werden kann.
Zudem sind Folgende Punkte Inhalt des Seminars:
- Was ist psychisches Trauma?
- Ist jede frühere, schwierige Erfahrung ein Trauma?
- Arten von Trauma
- Wie können traumatische Erfahrungen entstehen?
- Ein bildhafter Exkurs ins Nervensystem, zum näheren Verständnis von Trauma und dessen Auswirkungen
- Auswirkungen von Trauma. Mögliche Anzeichen von Trauma erkennen.
- Was ist traumasensible Begleitung und wofür ist sie gut?
- Die Kraft der Beratung und ihre Grenzen im Umgang mit Trauma. Was kann Beratung leisten, und wann braucht es eine Weitervermittlung an Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Traumatherapeuten oder Psychotherapeuten?
- Konkrete Anregungen und praktische Hinweise für die traumasensible Beratung
- Eine traumasensible Haltung entwickeln
- Diskussionsrunde, mit Fragen & Antworten
Für wen ist das Seminar geeignet?
Das Seminar richtet sich an Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter, Sterbeammen, Sterbebegleiterinnen und Sterbebegleiter sowie vergleichbare Berufsgruppen – mit und ohne Vereinszugehörigkeit.
Hinweis zum Seminar
Dieses Seminar bietet einen ersten Einblick und kann keine umfassende Ausbildung im Bereich Trauma oder Traumatherapie ersetzen. Es geht darum, Zusammenhänge besser zu verstehen, eine traumasensible Haltung zu entwickeln und konkrete Möglichkeiten für die eigene Begleitung kennenzulernen. Wie bei jeder Haltung und jedem neuen Wissen braucht es danach die eigene Auseinandersetzung, Erfahrung und Übung, damit daraus Sicherheit im Umgang entstehen kann. Bei Interesse können sich Teilnehmende gerne für Übungsgruppen vernetzen.
Teilnahme über OpenTalk
Für die Online-Veranstaltung nutzt der Verein OpenTalk, eine DSGVO-konforme Videokonferenz-plattform. Für die Teilnahme benötigen Sie:
- einen Computer mit Kamera und Mikrofon oder ein Smartphone bzw. Tablet,
- eine stabile Internetverbindung.
Der Zugangslink wird rechtzeitig vor dem Seminar per E-Mail versendet. Die Teilnahme erfolgt direkt über den Browser – eine Installation oder Registrierung ist nicht erforderlich.
Beitrag erstellt von: Sandra Bohm
Veranstalter des Seminars: Alles Anders e.V.
Datum & Ort
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Datum | 06.03.2027
Uhrzeit | 10:00 Uhr – 13:00 Uhr
Wo? | Online via Opentalk
Kosten
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35,- Euro für Mitglieder des Vereins Alles Anders e.V.
50,- Euro für Nichtmitglieder
Anmeldung
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Dieses Seminar wird von Alles Anders e.V. veranstaltet.
Die Anmeldung erfolgt daher über den Verein. Bitte maile an Sissi Fröhlich:
fortbildung@alles-anders-ev.de
Dozentin: Sandra Bohm